Kapitel "Urururomas Kunkelmagen und ein Beinschneider"

Urururomas Kunkelmagen und ein Beinschneider

Bes­timmt hast du schon von der „Liste der vom Ausster­ben bedro­ht­en Tier­arten“ gehört. Nicht nur Tiere, auch Wörter sind vom Ausster­ben bedro­ht. Ist das schlimm?

Der Text fürs Ohr

Wörterbuch zum Text

Aicher

Ein Aich­er (auch: Eich­er) war eine Per­son, die für die genaue Bes­tim­mung und Kon­trolle von Maßen, Gewicht­en und Mess­geräten (z.B. von Waa­gen oder Fässern) ver­ant­wortlich war, diese also geeicht hat.

Lichtputzer

Licht­putzer wur­den zu ein­er Zeit gebraucht, als es noch kein elek­trisches Licht gab und die Räume stattdessen mit Kerzen beleuchtet wur­den. Beson­ders in großen Sälen, zum Beispiel im The­ater, brauchte es jeman­den, der die Kerzen anzün­dete und löschte, die Kerzen­dochte regelmäßig nach­schnitt, auf­passte, damit die Kerzen nicht rußten – kurzum: das Licht putzte.

Bader

Der Beruf des Baders stammt aus dem Mit­te­lal­ter. Dort arbeit­eten sie in ihren Bad­stuben und küm­merten sich um die kör­per­lichen Bedürfnisse der Men­schen. Bad­er hat­ten viele Auf­gaben: Sie schnit­ten Haare, behan­del­ten oder zogen Zähne, kon­nten den Men­schen aber auch Blut abnehmen und ein­fache medi­zinis­che Behand­lun­gen vornehmen.

Treidler

Früher, als es noch keine Dampf­schiffe gab, oder dort, wo Schiff­fahrt nicht möglich war, mussten Pferde oder Men­schen die Schiffe stro­maufwärts ziehen. Das nan­nte man trei­deln und die Leute, die dieser schw­eren Arbeit nachgin­gen, Trei­dler. Links und rechts neben den Ufern find­est du deswe­gen manch­mal auch heute noch soge­nan­nte Trei­delpfade.

Zum Mitmachen

Vom Aussterben bedrohte Wörter

Dass manche Wörter aus unserem Wortschatz ver­schwinden, ist ganz nor­mal. Im Quiz triff­st du auf zehn beson­dere Rar­itäten. Je nach­dem, wie viele du davon kennst, bist du entwed­er …

  • eine Hauskatze (0–2),
  • ein Schneeleop­ard (3–4),
  • eine Mops­fle­d­er­maus (5–6),
  • eine Echte Karettschild­kröte (7–8),
  • oder sog­ar ein Mam­mut (9–10).

Neugierig auf mehr?

Fisimatenten, Klimbim und Furzknoten

Hast du eine Idee, was diese Wörter bedeuten sollen? Wenn nicht, dann ist das kein Wun­der: Die Seite buchstaben.com meint, dass sie nie­mand mehr ken­nt … (Stimmt nicht ganz, denn jet­zt kennst du sie ja.)

Buchtipps

Katha­ri­na Mahren­holtz / Dawn Parisi: Luftikus & Tausend­sas­sa. Ver­liebt in 100 vergessene Wörter. Duden 2018.
(Für alle ab ca. 13 Jahre)
Andrea Schwen­de­mann / Lucie Göpfert: Das Wörter-Ret­ter-Sam­mel­suri­um. Myers 2018.
(Für alle ab ca. 8 Jahre)

Nabil Osman: Kleines Lexikon unterge­gan­gener Wörter. Beck 2004.
(Für alle, die lesen kön­nen.)